Gerhard Knies: Grüner Strom aus der Wüste.

20. Mai 2009 | Von bernd | Kategorie: Märkte, Top Thema, Übersicht

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Physiker Gerhard Knies hat einen Plan. Riesige Sonnenkraftwerke sollen die Welt mit billigem Öko-Strom versorgen. Dazu benötigt der Wissenschaftler eine Wüstenfläche von rund 84.000 Quadratkilometern, was in etwa der doppelten Fläche der Niederlande entspricht - allerdings mit 360 Tagen Sonnenschein im Jahr.

Wie wenig Fläche diese 84.000 qkm in Relation zur gesamten Wüstenfläche darstellen, macht das obere rote Quadrat auf der Landkarte deutlich. Knies: “Würde man dieses Quadrat mit solarthermischen Kraftwerken zubauen, könnten wir damit den Strombedarf der ganzen Welt decken.” Für die Energieversorgung Europas  oder der MENA-Staaten (Middle East, North Africa) würden sogar deutlich kleinere “rote Quadrate” (siehe ebenfalls oben) bereits ausreichen.

Knies setzt vor allen Dingen auf Solarthermie, die “plumpe” Schwester der Photovoltaik-Technologie. Der Kniessche Kniff: Solarthermische Kraftwerke nutzen Parabolspiegel-Kollektoren und lenken mit ihnen direkt das Sonnenlicht (Brennglas-Effekt) auf Röhren mit einem wärmeleitenden Öl. Mit dem Öl wird Wasser erhitzt, bis es verdampft. Der Wasserdampf wiederum treibt die Turbinen an; die Turbinen schließlich den Generator.

Kommt das Konzept zur Realisierung, so plant man mit einem dezentralisierten Netz an Kraftwerken, wie es oben auf der Karte zu sehen ist. Dieses Netz soll maßgeblich von Sonnenkraftwerken gespeist werden (orange Symbole), aber auch Photovoltaik- (gelbe Symbole), Wind- (dunkelblaue Symbole), Hydro- (hellblaue Symbole), Biomasse- (grüne Symbole), und Geothermal-Kraftwerke (braune Symbole) integrieren.

“Alle Technologien für die Realisierung sind vorhanden und erprobt”, sagt Knies, der gemeinsam mit dem Club of Rome und einem internationalen Expertennetzwerk das Konzept vom grünen Strom aus der Wüste (”Desertec”) verfolgt. Auch Rentabilität und Finanzierungskonzepte seien durchgerechnet. Was fehlt also noch? Knies: “Der politische Wille!”

Hier geht es zu einem Demo-Video.

Hier geht es zur Website von Desertec.

Le Port: Endlich der echte Wüstenfuchs?

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Ein Kommentar
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  1. Richtig spannend die Geschichte: http://www.cleanthinking.de/?s=desertec gibt es Hintergründe!

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